Wie schmeckt Sojamilch?

wie-schmeckt-sojamilchWissenwertes zu Sojamilch

Soja ist ein sehr vielseitiges Produkt und dient als Basis für weitere Lebensmittel. So zum Beispiel auch für Sojamilch. Da viele nicht wissen, was ist Sojamilch, soll hier kurz darauf eingegangen werden. Sojamilch ist ein pflanzliches Getränk, das aus Sojabohnen hergestellt wird. Sowohl der Anbau als auch die Verwendungsmöglichkeiten sind mit der herkömmlichen Milch zu vergleichen, weshalb man sie in der veganen Ernährung als Ersatz für die Kuhmilch verwendet. Wird Sojamilch traditionell hergestellt, handelt es sich um eine Emulsion aus Wasser, Öl und Proteinen, insgesamt also um einen flüssigen Extrakt aus Sojabohnen. Die Flüssigkeit gewinnt man durch das Einweichen getrockneter Sojabohnen und dem anschließenden Ausdrücken des Wassers.

Geschmackliche Einordnung

Wer bisher nur mit herkömmlicher Milch zu tun hatte, wird beim erstmaligen Konsum von Sojamilch ein wenig erstaunt sein. Denn diese unterscheidet sich signifikant vom gewohnten Milcharoma. Sojadrinks sind etwas sämig, doch lassen sich in allerlei Hinsicht wie gewöhnliche Milch verwenden. Nur für den Kaffee sind sie als nicht ideal zu bezeichnen, weil sie ausflocken können, was vor allem bei stärker geröstetem Kaffee geschieht. Sojadrinks selber schmecken nach Bohnen und ein wenig nach Getreide. Allerdings existieren auch aromatisierte und gesüßte Sorten, welche dann ungefähr nach Vanille schmecken und damit den europäischen Massengeschmack abdecken.

Um die geschmackliche Einordnung zu komplettieren, muss man sich auch fragen: Ist Sojamilch basisch? Der Klassifikation nach ist Soja ein basisches Lebensmittel. Es enthält nahezu keine Stärke und der Körper verwendet die Kohlenhydrate nur sehr langsam. Zudem ist Soja glutenfrei, cholesterinfrei und lactosefrei, weshalb es überaus gut für Milchallergiker, Zöliakiepatienten und Menschen mit hohen Blutfettwerten ist.

Nutzen für die Gesundheit

Die Nährwerte handelsüblicher Sojamilch setzen sich wie folgt zusammen:

  • 3-4 g Eiweiß pro 100 ml
  • 2 g Kohlenhydrate pro 100 ml
  • 2,2 g Fett pro 100 ml

Daraus resultiert die Frage, wie gesund ist Sojamilch? Bedenken muss man, dass weder Vitamin B12 noch Vitamin C in der Sojabohne enthalten sind. Das ist bereits ein klarer Nachteil gegenüber der Kuhmilch. Ebenso hat sie ein Calciumdefizit zu verzeichnen. Viele Hersteller greifen deshalb auf eine künstliche Anreicherung der Sojamilch mit Vitaminen zurück. Die Quellen hierfür sind durchgehend organischer Natur. Des Weiteren bleibt zu bemerken, dass Sojamilch viele ungesättigte Fettsäuren enthält, dafür aber auf Cholesterin und Laktose verzichtet. Letzteres verleiht ihr natürlich eine starke Eignung für Milchallergiker.

Doch so positiv die Sojamilch sich auswirken kann, sie hat auch negative Eigenschaften. So kann sie beispielsweise Nahrungsmittelallergien auslösen. Wer beispielsweise an einer Birkenpollenallergie leidet, sollte auf Kreuzallergien gefasst sein, was durch ähnliche Eiweißstrukturen zu begründen ist. Zudem enthält Soja viele Isoflavone, welche in höheren Dosen als Phytoöstrogene wirken. Jedoch gibt es keine Studien oder wissenschaftliche Forschungen, die den übermäßigen Konsum von Soja untersucht hätten. Daher lässt sich auch keine Aussage darüber treffen, wie sich großer Sojamilchkonsum auf die Gesundheit auswirkt. Doch solange man die Milch in gemäßigten Mengen zu sich nimmt, sollte es zu keinen wirklichen Beschwerden kommen. Zudem profitiert man auf diese Weise vorrangig von den gesundheitsfördernden Aspekten der Sojamilch, wie zum Beispiel vom hohen Eiweißgehalt und den künstlichen Vitaminen.

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