Lecithin

Gesunde Phospholipide aus Sojabohnen

Natürliches Lecithin aus Sojabohnen findest Du in zahlreichen Lebensmitteln, aber auch in Kosmetik, Arzneimitteln und Nahrungsergänzungsmitteln. Aber was ist Lecithin eigentlich, wie wird es hergestellt und wie gesund ist es?

Inhalt

Was ist Lecithin?

Lecithin ist eine natürliche Substanz, die in allen pflanzlichen und tierischen Zellen vorkommt. Sojabohnen enthalten bis zu 2,5% Lecithin, noch mehr Lecithin steckt allerdings im Eigelb (ca.10%).

Der chemische Name für Lecithin ist Phosphatidylcholin, das zur Stoffgruppe der sogenannten Phospholipide gehört.

In Europa ist Lecithin unter der Nummer E322 als Lebensmittel-Zusatzstoff zugelassen.

Wofür wird Lecithin genutzt?

In Lebensmitteln und in der Kosmetik wird Lecithin vor allem als Emulgator genutzt, um Öl und Wasser miteinander zu verbinden. Diesen Effekt kennst Du vielleicht von selbst hergestellter Mayonaisse oder Sauce Hollondaise: hier wird das im Eigelb enthaltene Lecithin dazu verwendet, um die cremige Konsistenz zu erzielen.

Auch für Arzneimittel wird Lecithin als Emulgator verwendet, z.B. für die parenterale Ernährung. Auch die Verkapselung von Arzneimitteln mit Lecithin ist möglich (als sogenannte Liposomen).

In Nahrungsergänzungsmitteln dagegen geht es um den gesundheitlichen Nutzen von Lecithin. Dieser beruht wiederum auf den zwei Bausteinen, aus denen Lecithin besteht: Cholin und essentielle Fettsäuren.

Cholin ist eine vitaminähnliche Substanz, die unser Körper nur teilweise produzieren kann und daher mit der Nahrung aufnehmen muss. Besonders wichtig ist Cholin für das Gehirn, das Nervensystem und für den Fettstoffwechsel. Ein Cholinmangel ist extrem schädlich und kann u.a. zu Muskelschäden, einer Fettleber und einem erhöhten Demenzrisiko führen.

Der zweite wichtige Baustein sind die ungesättigten Fettsäuren im Sojalecithin, vor allem die Omega-3-Fettsäure Linolensäure und die Omega-6-Fettsäure Linolsäure.

Soja Lecithin kaufen

Sojalecithin gehört zu den ältesten Nahrungsergänzungsmitteln überhaupt. Das Produkt ‚Buer-Lecithin‘ wurde bereits 1935 auf den Markt gebracht und ist bis heute erhältlich.

Die Auswahl an Produkten ist groß. Neben Pulver und Granulat (bis ca. 30% Lecithin) werden auch als Kapseln mit einem Lecithinhalt von 70% verkauft.

Häufig gestellte Fragen

Ist Lecithin immer aus Soja?

Nein, es gibt auch Lecithin aus Sonnenblumen, Raps, Ei und vielen anderen pflanzlichen und tierischen Quellen.

Ist Sojalecithin schädlich?

Nein, Lecithin wurde in zahlreichen Studien getestet und als unbedenklich eingestuft, sowohl für den Einsatz in Lebensmitteln als auch in Kosmetik.

Literatur

Lecithin, Hydrogenated. „Final report on the safety assessment of lecithin and hydrogenated lecithin.“ Int. J. Toxicol 20.1 (2001): 21-45.