Natto

nattoNatto – gesundes Lebensmittel aus Sojabohnen

Natto ist in der deutschen Küche noch weitgehend unbekannt, es hat seinen Ursprung in Japan und wird aus Sojabohnen hergestellt. In der japanischen Küche kommt Natto auf vielfältige Weise zum Einsatz, schon lange ist die gesundheitliche Wirkung dieses Lebensmittels in Japan bekannt.

Die Herstellung von Natto

Natto wird aus kleinen Sojabohnen hergestellt, die gekocht und mit einem Bakterium fermentiert werden. Bei der Fermentierung bildet sich eine schleimige Substanz, die Fäden zieht. Die Bakterien stammen bei der traditionellen Zubereitungsart aus Reisstroh, in das die Sojabohnen gewickelt werden. Natto kann allerdings auch auf moderne Weise hergestellt werden, dabei werden die Sojabohnen mit Bakterienkulturen geimpft, Reisstroh ist dafür nicht erforderlich. Abhängig von der Art der Herstellung werden verschiedene Arten von Natto unterschieden:

  • Itohiki-Natto als klebriges Natto aus gedämpften Sojabohnen mit Zugabe von Bakterien
  • Hikiwari-Natto als Natto aus zerbrochenen Bohnen, dafür werden die Sojabohnen von der Samenhülle befreit und gespalten
  • Goto-Natto, für das Natto mit Speisesalz und Koji ein weiteres Mal fermentiert wird
  • Tera-Natto als salziges Natto, für das gesalzene Sojabohnen mit Bakterien geimpft und getrocknet werden.

Verwendung von Natto

Natto kann pur gegessen werden, gerne wird es auf Reis verzehrt. Häufig dient Natto als Zutat für weitere Gerichte. Für den puren Verzehr wird Natto zumeist gewürzt, doch kann es auch mit Sojasauce und Senf verzehrt werden. Auch Frühlingszwiebeln, fermentierter Kohl, getrockneter Thunfisch, Nori-Algen und geriebener Rettich werden zum Verfeinern von Natto genutzt. Natto kann auch mit Tintenfischstücken, gerösteten Sesamsamen, Salzpflaumen oder Mayonnaise gegessen werden. Häufig wird Natto als Zutat für Sushi, für Misosuppe, Eiergerichte, Spaghetti oder gebratenen Reis verwendet.

Die gesundheitliche Wirkung von Natto

In der japanischen Volksmedizin wird Natto schon lange geschätzt; bereits während des Bunroku-Krieges im Jahre 1592 erhielten Soldaten Natto, um sich vor Infektionskrankheiten und Verdauungsproblemen zu schützen. Natto hat eine beruhigende Wirkung und hilft bei Magenproblemen, es entgiftet und fördert den Appetit. In der japanischen Medizin wird ihm auch eine gute Wirkung gegen Ruhr, Typhus und Cholera zugeschrieben. Wichtiger Bestandteil von Natto ist das Enzym Nattokinase, ebenso ist Vitamin K enthalten, das die Knochenbildung fördert. Natto hat eine antibakterielle Wirkung, es lindert die Beschwerden bei Osteoporose, Magengeschwüren und Thromben. Das Enzym Nattokinase ist möglicherweise zur Behandlung von Alzheimer geeignet, da es Ablagerungen zersetzen kann. Sogar die Bildung von Krebsgeschwüren könnte eventuell durch Natto verhindert werden. Verschiedene Inhaltsstoffe von Natto sind noch nicht identifiziert.

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